Die Infrarotheizung Raumgröße ist der erste Anhaltspunkt bei der Auswahl eines Heizpaneels, reicht für eine zuverlässige Planung aber nicht aus. Zwei Räume mit derselben Grundfläche können einen deutlich unterschiedlichen Wärmebedarf haben. Raumhöhe, Dämmung, Fensterflächen, Außenwände, Nutzung und gewünschte Temperatur entscheiden mit darüber, wie viel Heizleistung tatsächlich notwendig ist.
Wer nur nach einer Infrarotheizung Watt pro m² sucht, erhält daher lediglich einen groben Orientierungswert. Aussagekräftiger ist eine Berechnung über das Raumvolumen in m³. Für eine Hauptheizung oder mehrere Räume sollte zusätzlich die Heizlast berücksichtigt werden.
Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie eine Infrarotheizung berechnen, Watt und kWh voneinander unterscheiden und die passende Leistungsklasse für klassische Heizpaneele und Celsius auswählen.
Die schnelle Antwort
- Die Grundfläche allein genügt nicht: Länge × Breite × Raumhöhe ergibt das Raumvolumen in m³.
- Infrarotheizung Watt beschreibt die maximale elektrische Leistung des Heizpaneels.
- Der tatsächliche Wärmebedarf hängt vor allem von Dämmung, Außenflächen, Fenstern und Solltemperatur ab.
- Watt pro m² und Watt pro m³ sind nur überschlägige Richtwerte.
- Für einzelne gut einschätzbare Räume reicht eine Vorberechnung oft als erster Schritt.
- Für ein ganzes Haus oder schwierige Altbauten ist eine raumweise Heizlastberechnung sinnvoll.
- Celsius wird nicht ausschließlich nach pauschalen Standardwerten ausgewählt, sondern nach Raum, Reichweite, Positionierung und Heizaufgabe.
Infrarotheizung Raumgröße: Diese 3 Werte dürfen nicht verwechselt werden
Raumgröße
Die Grundfläche in m² wird aus Länge × Breite berechnet. Sie eignet sich für eine erste Orientierung, berücksichtigt aber keine unterschiedliche Raumhöhe.
Raumvolumen
Das Volumen in m³ ergibt sich aus Grundfläche × Raumhöhe. Es zeigt besser, wie groß der zu beheizende Raum tatsächlich ist.
Heizlast
Die Heizlast wird in Watt oder Kilowatt angegeben. Sie beschreibt, welche Wärmeleistung an einem kalten Auslegungstag benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu halten.
Warum Raumvolumen in m³ aussagekräftiger ist als m²
Bei der Planung wird häufig gefragt, welche Infrarotheizung für 10, 15 oder 20 m² geeignet ist. Diese Frage lässt sich ohne Raumhöhe nur unvollständig beantworten. Ein 20-m²-Raum mit 2,40 m Höhe hat 48 m³. Bei 3,20 m Raumhöhe sind es bereits 64 m³. Die Grundfläche ist identisch, das Volumen jedoch um ein Drittel größer.
Diese Formel ist hilfreich, wenn Sie eine Infrarotheizung berechnen und verschiedene Räume vergleichen möchten. Sie ersetzt keine fachliche Heizlastberechnung. Große Fenster, mehrere Außenwände, ein unbeheizter Keller oder ein kalter Dachraum können den Bedarf erhöhen, obwohl das Raumvolumen gleich bleibt.
Auch die Nutzung zählt. Im Schlafzimmer werden meist niedrigere Temperaturen gewünscht als im Badezimmer. Ein selten genutztes Gästezimmer hat andere Anforderungen als ein dauerhaft beheiztes Wohnzimmer. Die Infrarotheizung Raumgröße muss deshalb immer gemeinsam mit dem Einsatzzweck betrachtet werden.
Formel für die Vorberechnung
- Länge × Breite = Grundfläche in m²
- Grundfläche × Raumhöhe = Raumvolumen in m³
- Raumvolumen × angenommener Leistungswert in Watt pro m³ = überschlägiger Wattbedarf
- Die Berechnung liefert eine Größenordnung. Sie ist keine verbindliche Auslegung für einen konkreten Raum.
Infrarotheizung Watt pro m²: nur als erste Orientierung
Die Suche nach Infrarotheizung Watt pro m² ist verständlich, weil sich die Grundfläche schnell bestimmen lässt. Pauschale Tabellen suggerieren jedoch häufig eine Genauigkeit, die sie nicht bieten können. Bei üblicher Raumhöhe können Werte pro m² für eine erste Überschlagsrechnung dienen. Sobald Räume deutlich höher sind, viele Glasflächen besitzen oder einen außergewöhnlichen Dämmstandard haben, wird die Rechnung ungenau.
Ein Orientierungswert von beispielsweise 60 Watt pro m² bedeutet bei 20 m² rechnerisch 1.200 Watt. Diese Zahl sagt noch nicht, ob der Raum ein gut gedämmter Neubau, ein saniertes Bestandsgebäude oder ein zugiger Altbau ist. Sie berücksichtigt auch nicht, ob sich über oder unter dem Raum beheizte Bereiche befinden.
Verwenden Sie eine Berechnung nach Quadratmetern daher nur, um Größenordnungen zu vergleichen. Für die Auswahl eines konkreten Heizpaneels sollte zumindest die Raumhöhe ergänzt werden. Bei einer geplanten Hauptheizung ist eine genaue Betrachtung der Wärmeverluste wesentlich sinnvoller.
Infrarotheizung Watt pro m³: grobe Richtwerte
Die Infrarotheizung Watt pro m³ berücksichtigt die Raumhöhe und ist deshalb praxisnäher als ein reiner Quadratmeterwert. Im Markt werden häufig folgende grobe Bereiche verwendet:
- etwa 20 bis 25 Watt pro m³ bei sehr guter Dämmung
- etwa 25 bis 30 Watt pro m³ bei guter bis mittlerer Dämmung
- etwa 30 bis 35 Watt pro m³ bei einem sanierten Altbau
- 40 Watt pro m³ und mehr bei schwacher Dämmung oder hohen Wärmeverlusten
Diese Werte sind keine Zusage für die richtige Dimensionierung. Sie dienen nur als Startpunkt. Ein Raum mit zwei großen Außenwänden, alten Fenstern und hoher Solltemperatur kann mehr Leistung benötigen als ein gleich großer Raum innerhalb der beheizten Gebäudehülle.
Für eine überschlägige Berechnung wählen Sie den Wert nicht möglichst niedrig, sondern passend zur tatsächlichen Bausubstanz. Unsicherheiten sollten nicht mit einer frei erfundenen Sicherheitszugabe ausgeglichen werden. Besser ist es, die kritischen Bauteile und die gewünschte Nutzung genauer zu erfassen.
Infrarotheizung berechnen: Schritt für Schritt
- Grundfläche bestimmen
Messen Sie Länge und Breite des Raumes. Bei verwinkelten Räumen teilen Sie die Fläche in einfache Rechtecke und addieren die Teilflächen. - Raumhöhe messen
Verwenden Sie die tatsächliche Höhe. In Altbauten, Dachräumen und Räumen mit Galerie weicht sie häufig deutlich vom Standard ab. - Raumvolumen berechnen
Multiplizieren Sie die Grundfläche mit der Raumhöhe. Das Ergebnis ist das Volumen in m³. - Gebäudesituation einordnen
Prüfen Sie Dämmung, Fenster, Außenwände, Boden und Decke. Ein Raum über einer unbeheizten Garage verliert anders Wärme als ein mittig gelegenes Zimmer. - Nutzung festlegen
Bestimmen Sie gewünschte Temperatur und Nutzungszeit. Badezimmer, Wohnraum, Schlafzimmer und Werkstatt haben unterschiedliche Anforderungen. - Überschlägige Infrarotheizung Leistung ermitteln
Multiplizieren Sie das Raumvolumen mit einem vorsichtig gewählten Orientierungswert. Halten Sie fest, dass das Ergebnis nur eine Vorberechnung ist. - Paneelanzahl und Position prüfen
Die errechnete Gesamtleistung muss sinnvoll im Raum verteilt werden. Freie Abstrahlflächen und eine passende Position sind ebenso wichtig wie die reine Wattzahl. - Bei Hauptheizung fachlich planen
Für eine komplette Wohnung oder ein Haus sollten Wärmeverluste je Raum betrachtet werden. Eine normgerechte Heizlast setzt sich vereinfacht aus Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten zusammen.
Für jeden Raum erfassen
- Länge und Breite
- Raumhöhe
- Nutzung des Raumes (gewünschte Temperatur)
- Baujahr und Dämmzustand
- Außenwände
- Feuchtigkeit der Wände, Böden und Decken
- Flächen der Fenster und Außentüren
- angrenzende beheizte oder kalte Bereiche
- geplante Zusatz- oder Hauptheizung
Je vollständiger die Angaben, desto belastbarer ist die Auswahl der Heizpaneele.
Was eine genaue Heizlastberechnung zusätzlich berücksichtigt
Eine überschlägige Formel bildet nicht alle Wärmeverluste ab. Bei einer genauen Planung werden die Außenflächen eines Raumes einzeln betrachtet. Dazu gehören Außenwände, Fenster, Türen, Boden gegen unbeheizte Bereiche und Decken unter kalten Dachräumen. Entscheidend sind Fläche, Dämmwirkung und die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen.
Eine genaue Heizlast bildet die maximal benötigte Wärmeleistung in Watt oder Kilowatt ab und dient als Grundlage für die Dimensionierung von Wärmeerzeuger und Heizflächen. Weitere Informationen zur professionellen Heizlastberechnung finden Sie beim Energieinstitut Vorarlberg.
Hinzu kommen Lüftungswärmeverluste. Sie entstehen durch den notwendigen Luftwechsel, durch geöffnete Fenster und durch Undichtheiten in der Gebäudehülle. Auch die regionale Norm-Außentemperatur spielt eine Rolle: Ein Gebäude in milder Lage wird anders ausgelegt als ein vergleichbares Haus in einer kalten Höhenlage.
Interne Wärmequellen wie Personen, Elektrogeräte oder Sonneneinstrahlung können den alltäglichen Bedarf zeitweise reduzieren. Für die sichere Auslegung werden solche Gewinne jedoch nicht beliebig hoch angesetzt. Die Heizung muss auch dann ausreichend dimensioniert sein, wenn an einem kalten, bewölkten Tag wenig zusätzliche Wärme vorhanden ist.
Wer die Heizleistung berechnen lässt, erhält daher kein pauschales Ergebnis pro Quadratmeter, sondern einen Wert für jeden einzelnen Raum. Das ist besonders wichtig, wenn die Infrarotheizung Raumgröße nur einen Teil der tatsächlichen Heizaufgabe abbildet, etwa bei großen Fensterflächen, offenen Treppen oder unterschiedlich gedämmten Gebäudeteilen.
Überschlag oder genaue Planung?
Eine Vorberechnung reicht häufig für:
- kleine, gut einschätzbare Einzelräume
- den Vergleich unterschiedlicher Raumhöhen
- die erste Auswahl einer Leistungsklasse
Eine genaue Planung ist besonders wichtig bei:
- Hauptheizung
- mehreren Räumen
- offenen Grundrissen
- unsaniertem Altbau
- großen Fensterflächen
- Galerien und hohen Räumen
Beispiel 1: Infrarotheizung für 20 m²
Das erste Rechenbeispiel zeigt einen Raum mit üblicher Höhe. Es ist keine konkrete Produktempfehlung, sondern eine transparente Überschlagsrechnung.
Angenommene Daten:
- Grundfläche: 20 m²
- Raumhöhe: 2,50 m
- Raumvolumen: 50 m³
- Orientierungswert: 25 bis 30 Watt pro m³
Berechnung (allgemein, gilt nicht für Celsius):
- 20 m² × 2,50 m = 50 m³
- 50 m³ × 25 Watt = 1.250 Watt
- 50 m³ × 30 Watt = 1.500 Watt
Die überschlägige Infrarotheizung Leistung liegt unter diesen Annahmen zwischen 1.250 und 1.500 Watt. Daraus darf nicht automatisch ein bestimmtes Paneel oder eine feste Geräteanzahl abgeleitet werden.
In einem gut gedämmten Gebäude reicht da ein Celsius Paneel mit 550 W Nennleistung, welches aber im Schnitt wesentlich weniger verbraucht. Hier müssen aber auch noch die Fensterflächen (und Terassen-/Balkontüren) und Dämmstandard berücksichtigt werden in der Berechnung.
Beispiel 2: gleiche Fläche, hoher Raum
Das zweite Beispiel verwendet dieselbe Grundfläche, aber eine deutlich größere Raumhöhe.
Angenommene Daten:
- Grundfläche: 20 m²
- Raumhöhe: 3,20 m
- Raumvolumen: 64 m³
- Orientierungswert: 25 bis 30 Watt pro m³
Berechnung (allgemein, gilt nicht für Celsius):
- 20 m² × 3,20 m = 64 m³
- 64 m³ × 25 Watt = 1.600 Watt
- 64 m³ × 30 Watt = 1.920 Watt
Obwohl beide Beispiele dieselbe Grundfläche besitzen, liegt der überschlägige Bedarf des hohen Raumes deutlich höher. Genau deshalb kann eine Tabelle nur nach m² zu einer falschen Auswahl führen.
In einem gut gedämmten Gebäude reicht mit der Celsius Technologie ein Paneel mit 550 W und ein Paneel mit 280 W. Hier müssen aber auch noch die Fensterflächen (und Terassen-/Balkontüren) und Dämmstandard berücksichtigt werden in der Berechnung.
Die Rechenbeispiele zeigen lediglich das Vorgehen. Sie sind keine Empfehlung für Ihr Gebäude und keine Verbrauchsprognose. Heizleistung in Watt beschreibt außerdem nicht den späteren Energieverbrauch in kWh. Den Zusammenhang zwischen Leistung, Laufzeit und Stromkosten erklärt der Ratgeber zum Stromverbrauch.
8 Faktoren, die den Wattbedarf verändern
Dämmstandard
Gut gedämmte Außenwände, Dachflächen und Kellerdecken reduzieren den Wärmeverlust. In unsanierten Gebäuden kann der Bedarf deutlich höher sein.
Fenster und Türen
Große Glasflächen, ältere Verglasung und undichte Anschlüsse erhöhen den Wärmeabfluss. Bodentiefe Fenster beeinflussen außerdem die mögliche Paneelposition.
Außenwände
Ein innen liegender Raum ist meist günstiger als ein Eckzimmer mit zwei oder drei Außenflächen. Auch Himmelsrichtung und Windlage können eine Rolle spielen.
Nachbarräume
Beheizte Nachbarräume begrenzen den Wärmeverlust. Ein unbeheizter Dachboden, Keller oder Stiegenraum kann ihn erhöhen.
Solltemperatur
Ein Badezimmer wird häufig wärmer genutzt als ein Schlafzimmer. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen, desto mehr Heizleistung wird benötigt.
Luftwechsel
Stoßlüften ist sinnvoll. Dauerhaft gekippte Fenster oder undichte Bauteile verursachen jedoch zusätzliche Lüftungswärmeverluste. Der Luftaustausch in einem Vorraum mit Außentür ist auch höher als in einem normalen Zimmer.
Feuchte Bauteile
Feuchte Bausubstanz benötigt in der Trocknungsphase zusätzliche Energie. Die Ursache der Feuchtigkeit muss unabhängig von der Heizung geklärt und behoben werden.
Paneelposition
Infrarotwärme benötigt geeignete Abstrahlflächen. Große Möbel, Schränke oder dauerhaft geöffnete Türen können die Wirkung beeinträchtigen.
Offene Grundrisse und mehrere Räume richtig bewerten
Ein Heizpaneel sollte grundsätzlich dem Raum zugeordnet werden, dessen Temperatur geregelt werden soll. Offene Wohnküchen, Galerien und breite Durchgänge lassen sich nicht zuverlässig wie mehrere geschlossene Einzelräume behandeln. Wärme verteilt sich über die offenen Bereiche, während die Infrarotwirkung von Position und Abstrahlrichtung abhängt.
Für die Planung müssen deshalb die gesamte verbundene Infrarotheizung Raumgröße, die Raumhöhen und die möglichen Montageflächen gemeinsam betrachtet werden. Eine offene Tür zu einem kalten Vorraum kann den Bedarf erhöhen. Eine dauerhaft geschlossene Tür ermöglicht dagegen eine klare raumweise Regelung.
Bei mehreren Heizpaneelen zählt nicht nur die Summe der Wattzahlen. Zwei sinnvoll verteilte Geräte können große Wand- und Aufenthaltsbereiche besser erreichen als ein einzelnes Paneel an einer ungünstigen Stelle. Die Aufteilung muss dennoch zur berechneten Gesamtleistung passen.
Unter- und Überdimensionierung vermeiden
Eine zu kleine Infrarotheizung erreicht an kalten Tagen möglicherweise nicht die gewünschte Temperatur oder arbeitet sehr lange mit hoher Leistung. Das kann Komfort und Wirtschaftlichkeit verschlechtern.
Eine unnötig große installierte Leistung ist ebenfalls nicht automatisch besser. Sie erhöht die Anschaffungskosten und kann mehr Paneele oder zusätzliche Elektroarbeiten erfordern. Eine gute Regelung begrenzt zwar die tatsächliche Leistungsaufnahme, ersetzt aber keine passende Planung.
Wählen Sie deshalb nicht pauschal das kleinste oder größte Modell. Ziel ist eine ausreichend dimensionierte Gesamtleistung, die sinnvoll im Raum verteilt und passend geregelt wird.
Celsius Infrarotheizung: 280 oder 550 Watt richtig einsetzen
280 Watt
Das Celsius T2 und das Celsius T3 arbeiten mit 280 Watt. Diese Leistungsklasse eignet sich vor allem für kleinere Räume, begrenzte Heizaufgaben oder als Ergänzung zu einem 550-Watt-Modell.
Ob das Celsius T2 oder das Celsius T3 besser passt, entscheidet vor allem die verfügbare Wandfläche. Das Celsius T2 ist schmal und vertikal, das Celsius T3 horizontal.
550 Watt
Das Celsius T1, das Celsius T4, das Celsius T5 und das Celsius T1 Mobil arbeiten mit 550 Watt.
Das Celsius T1 ist das kompakte quadratische Standardpaneel. Das Celsius T4 nutzt dieselbe Leistung in einem schlanken Hochformat, das Celsius T5 im langen Querformat. Das Celsius T1 Mobil ermöglicht eine flexible Aufstellung mit Stellfüßen.
Die Wattzahl ist auch bei Celsius eine wichtige technische Größe, sie ist aber nicht das einzige Auswahlkriterium. Celsius nutzt Kristallglas-Frequenztechnologie, eine hohe Reichweite und eine automatische 8-Stufen-Regelung. Deshalb sollte eine pauschale Tabelle für klassische Infrarotheizungen nicht ohne Prüfung direkt auf Celsius übertragen werden.
Mehrere Celsiuspaneele können kombiniert werden. In größeren Räumen ist eine sinnvolle Verteilung häufig besser als die Konzentration der gesamten Leistung an nur einer Stelle. Welche Kombination passt, hängt von Raumform, Wandflächen, Möblierung und Heizaufgabe ab.
Die automatische Regelung verändert nicht die maximale Nennleistung. Sie passt die tatsächliche Leistungsaufnahme in acht Stufen an. Die notwendige Infrarotheizung Watt-Zahl und der spätere Verbrauch dürfen daher nicht miteinander verwechselt werden. Eine zugesagte Kosten- oder Verbrauchsersparnis lässt sich allein aus der Modellwahl nicht ableiten.
Auslegung als Zusatzheizung
Bei einer Zusatzheizung wird häufig nur ein einzelner Raum zu bestimmten Zeiten erwärmt. Typische Beispiele sind Bad, Homeoffice, Gästezimmer oder Werkstatt. Hier kann die Infrarotheizung Raumgröße gemeinsam mit Nutzungszeit und gewünschtem Komfort betrachtet werden.
Ein abgetrennter Raum mit geschlossener Tür lässt sich besser gezielt beheizen als ein offener Bereich. Soll das Heizpaneel nur am Morgen oder an einzelnen Arbeitstagen zusätzliche Wärme liefern, ist die Auslegung anders als bei einer dauerhaften Grundtemperierung.
Trotzdem darf das Gerät nicht deutlich zu klein gewählt werden. Ein Paneel, das die gewünschte Wirkung nicht erreicht, ist auch bei kurzer Nutzungszeit keine sinnvolle Lösung.
Auslegung als Hauptheizung
Bei einer Hauptheizung müssen alle Räume auch an kalten Tagen zuverlässig versorgt werden. Dafür sind eine raumweise Auslegung, geeignete Leistungsreserven und die Prüfung der elektrischen Infrastruktur notwendig. Eine einfache Infrarotheizung Watt pro m²-Tabelle reicht für ein vollständiges Gebäude nicht aus.
Bei großen, offenen Grundrissen müssen angrenzende Bereiche, Durchgänge und Abstrahlrichtungen gemeinsam betrachtet werden. Für Altbauten sind Raumhöhe, Fenster und Außenflächen besonders relevant. Im Neubau können geringere Wärmeverluste eine niedrigere installierte Leistung ermöglichen.
Celsius kann als Hauptheizung eingesetzt werden, wenn Heizbedarf, Paneelanzahl, Position und Steuerung passend geplant werden.
Infrarotheizung als Hauptheizung –>
Angaben für die Bedarfsberechnung
- Länge, Breite und Raumhöhe (am besten Architekten oder Einreichpläne)
- Nutzung des Raumes
- Baujahr und Wandaufbau/Dämmung
- Fenster und Außentüren (wenn nicht im Plan ersichtlich)
- angrenzende beheizte oder unbeheizte Bereiche
- Fotos
- Zusatz- oder Hauptheizung
Manokin berechnet Modelle, Leistung und Position
Auf Grundlage Ihrer Raumdaten kann Manokin die Infrarotheizung berechnen, geeignete Celsius Modelle auswählen und ein individuelles Angebot erstellen. Die Empfehlung berücksichtigt nicht nur die Infrarotheizung Leistung, sondern auch Format, Platzierung, Steuerung und mögliche Kombinationen.
Für einen einzelnen gut einschätzbaren Raum reichen Maße, Nutzung, Dämmzustand und Fotos häufig als erster Schritt. Bei mehreren Räumen ist ein Grundriss mit Raumhöhen und Fensterflächen hilfreich. Für Hauptheizungen sollten zusätzlich Gebäudedaten und vorhandene Heizlastunterlagen einbezogen werden.
Sie erhalten auf Wunsch eine Bedarfsberechnung und ein individuelles Angebot durch Manokin. Der Direktverkauf ist ebenso möglich wie der Kauf über den Celsius Onlineshop des Partners.
Fazit: Raumvolumen, Wärmeverlust und Position gemeinsam betrachten
Die Infrarotheizung Raumgröße ist wichtig, aber sie entscheidet nicht allein über die richtige Wattzahl. Grundfläche, Raumhöhe, Dämmung, Fenster, Außenwände, Solltemperatur und Nutzung müssen gemeinsam betrachtet werden.
Werte für Infrarotheizung Watt pro m² oder Infrarotheizung Watt pro m³ eignen sich als überschlägige Orientierung. Für eine Hauptheizung, einen Altbau oder mehrere Räume ist eine genauere raumweise Planung notwendig.
Bei Celsius stehen 280 und 550 Watt in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Die Auswahl erfolgt nicht nur nach Watt, sondern auch nach Reichweite, Positionierung und Heizaufgabe. Eine individuelle Bedarfsberechnung verhindert, dass ein Paneel zu klein, unnötig groß oder ungünstig platziert wird.
Häufige Fragen zu Infrarotheizung Raumgröße und Watt
Das lässt sich nicht allein aus 20 m² ableiten. Bei 2,50 m Raumhöhe beträgt das Volumen 50 m³. Mit einem groben Ansatz von 25 bis 30 Watt pro m³ ergäbe sich eine Orientierung von 1.250 bis 1.500 Watt. Aber nicht so für Celsius, da sind wir weit darunter (abhängig von Dämmung, Fenster und Nutzung).
m³ sind für eine Überschlagsrechnung aussagekräftiger, weil die Raumhöhe berücksichtigt wird. Für eine genaue Auswahl müssen zusätzlich Wärmeverluste, Solltemperatur und Positionierung betrachtet werden.
Die Wattzahl ist die maximale elektrische Leistungsaufnahme des Heizpaneels. Sie zeigt nicht direkt den Verbrauch pro Tag oder Monat. Der Energieverbrauch in kWh ergibt sich erst aus Leistung und Laufzeit.
Für viele Räume in zeitgemäß gedämmten Gebäuden: JA. Es hängt aber hauptsächlich von Raumvolumen, Dämmung und Fensterflächen ab. Das Celsius T1, das Celsius T4 und das Celsius T5 haben dieselbe Leistung, aber unterschiedliche Formate. Für größere oder wärmetechnisch schwierige Räume können mehrere Paneele erforderlich sein.
Eine überschlägige Berechnung ist mit Raumvolumen und einem vorsichtig gewählten Richtwert möglich. Für ein ganzes Haus, einen unsanierten Altbau oder eine Hauptheizung sollte eine raumweise Heizlastberechnung beziehungsweise fachliche Planung erfolgen.
